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Meditation House – Ruhe und Raum

Ein Wortspiel, das sich geradezu aufdrängt: Nahe der Gemeinde Mittenwald liegt mitten im Wald ein ganz besonderes Stück Architektur. Das Meditation House des japanischen Star­architekten Kengo Kuma liegt oberhalb des Hotels Kranzbach, zu dem es auch gehört. Die Gäste sollen dort einen Platz finden, um zu meditieren. Dabei wurde schon beim Bau darauf geachtet, sorgsam vorzugehen – so wurde der Bauplatz etwa traditionell von Rückepferden freigeräumt. Kengo Kuma gilt als wahrer Meister für die sensible Verbindung zwischen Natur, Landschaft und Holzgebäuden.
Die Holzfassade des Pavillons besteht aus
1,550 Schindeln
aus Weißtanne – jede ein Unikat

Prototyp: Das Movable House

Das Wohnhaus von Rahbaran Hürzeler Architekten ist ein Prototyp, der – wie der Name bereits sagt – für keinen bestimmten Ort entwickelt ist, sondern „bewegbar“ bleiben soll. Voraussetzung für das schnelle Abbauen und Aufstellen ist ein leichter und effizienter Transport der Gebäudeteile. Im Zentrum des pavillonartigen Gebäudes steht dabei der kreisrunde Bibliotheks- und Rückzugsraum; alle Wohnräume werden von diesem internen Verteiler diagonal erschlossen. Der Prototyp liefert seit August 2018 erste Messdaten über Temperatur, Stromverbrauch und Stromproduktion der Photovoltaik-Anlage, aber auch über den Verbrauch von Heizung und Wasser. Diese Daten sollen später in die Umsetzung für eine industrielle Fabrikation mit einfließen.

Die neue Gotthard Raststätte

Eingebettet von den Gipfeln der Dreitausender, liegt nur etwa fünf Kilometer vom Vierwaldstätter­see entfernt die neue Gotthard Raststätte. Der Neubau an der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Süd kurz vor Europas längstem Straßentunnel besteht aus hohen, lichtdurchfluteten Räumen aus unbehandeltem Weißtannenholz. Er wurde im Stil der traditionellen Urner Ställe errichtet. Die Raumhülle ist mit Lamellen und Glas gestaltet. Damit soll es gelingen, die beeindruckende Landschaft des Urner Talbodens mit dem angrenzenden Fluss Reuss und der umliegenden Bergwelt für die Kunden „erlebbar“ zu machen. Apropos Kunden: Im Gastraum haben 170 Personen Platz, weitere 48 Plätze befinden sich in der Loggia. Von der Terrasse mit 144 Plätzen gibt es einen direkten Zugang zur Reuss, welcher den Gästen Spaziergänge am nahe gelegenen Ufer ermöglicht. Im Eingangsbereich darf einer natürlich nicht fehlen: Nationalheld Wilhelm Tell. Ihm ist eine große Holzstatue gewidmet. Doch nicht nur die Tradition spielt bei der neuen Raststätte eine wichtige Rolle. Mit dem Neubau entsteht auch eine hochmoderne E-Tankstelle mit sechs Schnellladestationen für alle Fabrikate.