Funktionen
Vom
Flüchtling
zum
Lehrling
Es war ein weiter Weg, den Aboubakar Fofana vor vier Jahren anfing zu gehen: die geografische Reise von Guinea in Westafrika bis in den Ruhrpott und der persönliche Lebensweg in Deutschland, hin Zu einem Lehrling, über den sein Ausbilder Hans-Jürgen Barth bei SPAX sagt, dass er einer der besten Azubis sei, den er je ausgebildet habe.

enn der junge Mann aus Westafrika von sich und seinem Weg spricht, wird einem klar, wie weit dieser wirklich war. Der 23-Jährige ging 2015 aus seiner Heimat nach Deutschland, weil er ein besseres Leben wollte. Guinea ist eines der 20 ärmsten Länder der Welt, die Chancen dort für einen jungen Mann mit Ambitionen verschwindend gering.

Ganz anders in Deutschland. Seine Chance erhielt Aboubakar, Rufname Abou, bei SPAX im Rahmen eines Qualifizierungsprogramms im Jahr 2017.
Er und andere Flüchtlinge wurden in ein Programm aufgenommen, das zum Ziel hatte, die jungen Menschen in ein Lehrverhältnis zu überführen. Organisiert wurde es vom Märkischen Arbeitgeberverband, der lokalen Arbeitsagentur und der Volkshochschule Ennepe-Ruhr-Süd, durchgeführt wurde es bei SPAX. Neben der beruflichen Grundbildung mussten ein mehrmonatiger Sprachkurs und ein Praktikum in Metalltechnik absolviert werden. Viel Arbeit. Aboubakar Fofana ordnete dem alles andere unter. Selbst sein Fußballverein, der Lüner SV, bekam das zu spüren. Fofana, der Mittelstürmer, gab den Fußball auf, um sich noch stärker auf die Qualifikationsmaßnahmen zu konzentrieren. Dabei war und ist Fußball doch seine große Leidenschaft. „Aber ich wusste, nur mit vollem Einsatz habe ich die Möglichkeit, mein Ziel, die Ausbil­dung und damit auch die Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland, zu erreichen“, so Fofana. Und der ­junge Mann ist sehr zielgerichtet, ehrgeizig und ­ausdauernd. „Man merkte sofort, Abou will es wirklich“, erinnert sich Hans-Jürgen Barth. Und er kann es ­einschätzen, denn Barth ist seit 42 Jahren bei SPAX und seit 20 Jahren Ausbildungsleiter der Lehrwerkstatt in Ennepetal.

Das ist nun ein Jahr her. Aboubakar Fofana und seinMentor Barth stehen zusammen in der Lehrlingswerkstatt über ein Werkstückgebeugt und fachsimpeln ein wenig. Denn: Fofana hat es geschafft! Als Einzigerhat er das Programm erfolgreich bestanden und bekam von SPAX eine Lehrstelleangeboten. Und nicht nur das. Er hat geheiratet, im Sommer. Mitten im Ruhrpott undin afrikanischer Landestracht.
Fofana hat es geschafft
„Man merkte sofort,
Abou will es wirklich.“
Hans-Jürgen Barth, Ausbilder
Messalltag
Mit dem digitalen Messschieber prüfen dos Santos und sein Team täglich die Schrauben.
Seine Azubi-Kollegen und seine Ausbilder standen dabei Spalier. Und er hat seine Aufenthaltsgenehmigung erhalten – auch mithilfe der Ausbilder. Die müssen bei den jungen Flüchtlingen mehr sein als „nur“ Vorgesetzte. Sie sindHelfer in der Not, manchmal auch Vaterersatz. Denn die Familien der jungen Männer sind weit entfernt.Seinem Vater wollte Fofana auch beweisen, dass seine Entscheidung, ausGuinea wegzugehen, die richtige war. „Meine Eltern hatten sich so sehr angestrengt, damit ich in Guinea sogar studieren konnte. Aber ein Studium dort eröffnet dirkeine Chancen. Also musste ich weg. Das war gerade für ­meinen ­Vater hart.
Ehrgeiz
Ausbilder Barth schwärmt vom Ehrgeiz und der Zielstrebigkeit Fofanas
Fanlager
Schwarz-Gelb und Blau-Weiß vereint bei SPAX
Mittlerweile ist er aber sehr stolz auf mich und das Erreichte“, erklärt Aboubakar. Und auch hier blitzt wieder sein Ehrgeiz auf. „Ich lerne nun für die Abschlussprüfung. Ich muss mich noch weiter verbessern, ich möchte meine Eltern zur Zeugnis­vergabe ­einladen und wenn möglich die beste Note haben“, so ­Fofana. Dabei ist er doch schon ein hervorragender Lehrling mit überdurchschnittlichen Leistungen – auch sozial. „Abou ist Lehrlingssprecher und bei seinen Mit-Azubis sehr beliebt“, sagt Barth. Keiner missgönne ihm die Aufmerksamkeit, die seine Geschichte zwangsläufig mit sich brächte. Denn obwohl Fofana so ehrgeizig und zielstrebig ist, ist er ein Teamplayer.
Nummer Neun schießt wieder Tore
Und das auch wieder beim Lüner SV. Nach dem zeitaufwendigen Qualifikationsprogramm hat er mit der Rückennummer neun auf dem Trikot wiederangefangen, regelmäßig Tore für seinen Verein zu schießen. Das ist auch eines der wenigen Dinge, in denen sich Ausbilder und Lehrling uneins sind: Fußball. Fofana ist glühender Dortmund-Fan, während Barth zu ­Schalke 04 hält. Wenn es noch einen unwiderlegbaren Beweis gebraucht hätte, dass Aboubakar Fofana, der junge Mann aus Guinea, der ehemalige Flüchtling und jetzige Lehrling, im Ruhrpott angekommen ist, dann ist es dieser.
Geduld und Humor
Das sind Eigenschaften, die Fofana an seinem Ausbilder Barth sehr schätzt
Tiny House auf Tour

ufmerksamkeit erregte das Tiny House von SPAX nicht nur in der Messehalle C6. Schon auf dem nächtlichen Transport von ­Gevelsberg zur BAU nach München fiel es der Polizei ins Auge: Dreimal wurde das Gespann mit dem hölzernen Tiny House auf Rädern kon­trolliert – ein komplettes Holzhaus ist schließlich ­selten auf deutschen ­Autobahnen ­unterwegs. Das könnte sich in den nächsten Jahren ändern, denn die ­mobilen Mini-­Domizile liegen im Trend, und das Interesse nimmt stetig zu.

Ein SPAXgrün lackiertes TinyHouse war auf der BAU 2019 aufmerksamkeitsstarker
Besuchermagnet am Messestand von SPAX.
Hingucker
Obwohl nur „tiny“, also klein, erregte das spaxgrüne Häuschen in München große Aufmerksamkeit unter den Messebesuchern
Erfolgreiche Messewoche
Auch auf der BAU lockte das von Harald Hielscher in der SPAX Lehrwerkstatt geplante und realisierte Tiny House viele Besucher an den 105 Quadratmeter großen SPAX Stand. „Die Resonanz war von der ersten Stunde an sehr gut“, freut sich Elsken Herchenröder, CMO von SPAX International, über eine erfolgreiche Messewoche. Neben vielen Handwerkern, Planern und Architekten aus Deutschland kamen auch viele Besucher aus dem europäischen Ausland sowie aus den USA, aus China und Japan an den Messestand, um sich in persönlichen Gesprächen über das Tiny House und weitere Produkte und Innovationen von SPAX zu informieren. An drei Media-Towers konnten sie dabei zum Beispiel das neue SPAX Terrassenportal ausprobieren. Der Online-Konfigurator unterstützt
Architekten, Handwerker und Bauherren von der ersten Visualisierung bis zum ausgedruckten Verlegeplan bei der Planung von Holzterrassen. Das Tiny House von SPAX wird in den nächsten Monaten weiter auf Tour gehen. Als mobiler SPAX Showroom kommt es europaweit als Highlight bei Messen und Events zum Einsatz.
Raumwunder
Platz ist ja sprichwörtlich in der kleinsten Hütte - beim SPAX Tiny House stimmt das auch in Wirklichkeit
SPAX Tiny House
Grundfläche m2
13,2
2 Zimmer
3,9
Küche, Diele, Bad, Balkon
3,1
Über
10.000
Meter Höhe
Tonnen Gewicht
verarbeitete SPAX Schrauben
von 3,5 x 16 bis 8 x 240