Menschen
Roadtrip
Für den
Guten Zweck
Drei Freunde, drei Räder und drei Wochen Zeit: Marius Wetzig, Patrik Gallinnis und Florian Krempel sind von Ennepetal bis nach Barcelona geradelt. UnD haben nebenbei auch 11.000 Euro für den Kinderschutzbund erstrampelt. Bei ihrer Tour wurden sie dabei von Spax unterstützt.

nsgesamt 24 Tage sind die Jungs aus Ennepetal unterwegs. 120 Stunden verbringen sie auf dem Sattel und legen 2.200 Kilometer zurück. „Anfangs fanden die meisten unsere Idee, mit dem Rad nach Barcelona zu fahren, ziemlich verrückt“, erinnert sich Patrik Gallinnis. „Doch unser Entschluss stand felsenfest.“ Der Student der medizinischen Physik und seine beiden Freunde Marius und Florian kennen sich aus dem Schwimmverein, und alle eint die Liebe zum Radsport. Die eigenen Grenzen ausloten, extreme Bedingungen und Abenteuer erleben – das reizte sie. Aber nicht nur das: Sie wollten auch etwas bewegen. Deshalb machten sie aus der Tour einen Spendenmarathon und sammelten unter dem Namen „Playa Pedal Power“ mit jedem geradelten Kilometer Geld für den Kinderschutzbund Ennepetal. „Bei unserem Engagement für den Schwimmverein arbeiten wir sehr viel mit Kindern und haben gesehen, dass es auch bei uns viele einkommensschwache Familien gibt. Doch jedes Kind sollte dieselben Chancen haben im Leben. Deshalb wollten wir den Kinderschutzbund unterstützen“, sagt der 21-Jährige, der ehrenamtlich für die Bahnhofsmission Hagen arbeitet.

Am Ziel
Im Hafen von Barcelona feiern die Jungs ihre Ankunft
SPAX als Sponsor
„Ohne einen Sponsor wäre es für uns jedoch sehr schwer gewesen, die Strecke zu bewältigen“, sagt Patrik. Denn die Ausrüstung für die ambitionierte Strecke hätte sich das Team aus zwei Studenten und einem Lehrling nicht leisten können. „Wir sind froh, dass SPAX sich an der Anschaffung unseres Equipments beteiligt hat.“ Nach intensiver Vorbereitung wird es am 25. August 2018 endlich ernst. Nach dem Startschuss sind die ersten Etappenziele Köln, Koblenz, Mainz und Mannheim. Die französische Grenze überqueren sie nach fünf Tagen. Die Tage sind straff organisiert: Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker, in die Pedale wird bis 18 Uhr getreten, und dann heißt es Ausschau nach einer Schlafmöglichkeit halten. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir nicht weit kommen, wenn wir bis 9 Uhr in den Federn liegen bleiben“, sagt Patrik. Zwischen 80 und 130 Kilometer am Tag legen die Jungs zurück, abhängig von der Tagesform. „Wir haben Rücksicht aufeinander genommen. Denn: Wir sind als Team losgefahren und kommen auch als Team an.“ Wenn einer nicht mehr konnte, stiegen alle ab. „Wenn du über die Alpen radelst, brauchst du volle Konzentration, sonst passieren schnell Unfälle. Falscher Ehrgeiz ist da fehl am Platz.“
Gute Laune
Auch wenn es manchmal anstrengend war: Die gute Laune haben sie nicht verloren
Gefährliche Situationen
Brenzlige Situationen gab es trotzdem einige. „In Frankreich hatte ich einige Nahtoderfahrungen“, erzählt Patrik. „Im Kreisverkehr wurde ich von einem SUV geschnitten, auf einem Parkstreifen riss ein Autofahrer plötzlich seine Tür vor mir auf. Der französische Fahrstil hat mich viele Nerven gekostet.“ Entschädigt wurden die drei dafür mit atemberaubenden Landschaften. „Wir hatten so viele unvergessliche Momente.“
Zelten an einem glasklaren Bach bei Saint-Michel-sur-Rhône mit frischer Dorade über der Feuerstelle. Das Befahren verlassener Wege durch ein Naturschutzgebiet kurz vor den Pyrenäen. „Wir waren ganz allein. Kilometerweit war nur Landschaft. Mit der Lieblingsmusik auf den Ohren dem Sonnenuntergang entgegenzufahren – einmalig!“
Endstation Barcelona
Unwirklich dagegen kommt Patrik damals die Ankunft in Barcelona vor.
Es ist 17 Uhr am 22. September, mit dem Duft des Meeres in der Nase und Möwen über dem Kopf realisieren die drei zunächst gar nicht, dass sie jetzt am Ziel ihrer Reise sind. „Wir hatten erst mal nur im Kopf, wo wir unsere Fahrräder sicher unterstellen können“, erinnert er sich und lacht. „Erst nach ein paar Tagen haben wir wirklich realisiert, was wir geschafft haben: eine unvergessliche Tour!“  
„Mit der Lieblingsmusik
auf den Ohren dem
Sonnenuntergang
entgegenzufahren –
Einmalig!“